90 Jahre

Festprogramm
Mit einem großen und stimmungsvollen Fest hat der Fischinger Trachtenverein «DHolzar» sein 90-jähriges Bestehen gefeiert. Es gab Unterhaltungsmusik und Folklore im Festzelt, einen Festgottesdienst unter freiem Himmel und schließlich einen Trachtenumzug durchs Dorf mit mehr als 60 Gruppen und rund 1300 Teilnehmern.
Den Festgottesdienst im Kurpark zelebrierte Fischens Pfarrer Max Hieble. Das Festjahr sei Gelegenheit für einen Rückblick auf 90 Jahre Vereinsgeschichte, in der - gestern wie heute - Werte wie Zusammenhalt und Solidarität geschätzt und gepflegt werden. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle Fischen, von der Jodlergruppe Urnäsch und vom Jodlerclub Alperösli Bad Ragaz aus der Schweiz.
Zahllose Besucher säumten die Straßen, als fast anderthalb Stunden lang Trachtler aus dem ganzen Allgäu, Jodlergruppen und Blaskapellen, Gruppen aus der Schweiz und aus Oberbayern in einem bunten Zug durch die Straße gingen.
Aufwändig gestaltete Festwagen und blumengeschmückte Pferdegespanne waren dabei, historische Trachten, Alphorn- und Volkstanzgruppen, die «Wilde Männle» aus Oberstdorf, die Knappen aus Burgberg, die Theaterspieler und die Jodler aus Fischen sowie Abordnungen der Feuerwehren und der Schützenvereine aus dem ganzen Umland. «Das war unser erster Trachtenumzug», sagten Linus und Maximilian Gambeck aus Oberstdorf, sechs und neun Jahre alt bei der Rückkehr zum Festzelt. Und es sei sehr schön gewesen.
«Das ist Brauchtum im besten Sinne», meinte Werner Reichenbach aus Lindenberg, einer der vielen Zuschauer, die beim Festumzug an den Straßen standen. «Es sind so viele Kinder und Jugendliche dabei», sagte Armin Kling, Vorstand des Gauverbandes IG-Tracht Oberallgäu. Um den Nachwuchs müsse man sich in den Vereinen wohl keine Sorgen machen.
Axt im Miniaturformat
Nach dem Festzug wurden die Erinnerungsgeschenke an die Vereine verteilt: Eine Miniaturausgabe der Axt, die als Wahrzeichen der «Holzar» am Ortseingang stand und die zum Fest im Zelt aufgebaut war. Krönender Abschluss des gelungenen Jubiläumsfestes war der Massenplattler der Fischinger Trachtler, bei dem Plattlergruppen und «Ehemalige» mit den Harmonikaspielern von heute und früher gemeinsam auf der Bühne standen.
Das 90-Jährige des Trachtenvereins «D Holzar» steht am Wochenende in Fischen an, und mit den Vorbereitungen aufs Jubiläumsfest ist seit Tagen eine ganze Mannschaft an freiwilligen Helfern beschäftigt. Mit dabei: «Zeltchef» Michl Papst und Sebastian Keller, Tubist im «Hörnertrio».
Michl Papst hat sich schon immer für die Trachtensache engagiert. Er war Jugendplattler und aktiver Plattler, Zeugwart und Zweiter Vorsitzender. Außerdem ist er seit Jahrzehnten Musiker in der Alphorngruppe. Bei den Vorbereitungen fürs Jubiläumsfest ist er der «Mann fürs Grobe». Seit einer Woche bereits hilft er beim Zeltaufstellen, beim Bodenlegen und beim Bau von Bar und Bühne, auf deren Mitte als Wahrzeichen der «Holzar» eine große Axt steht.
Die Idee, zum Jubiläum am Ortseingang eine überdimensionale Axt aufzustellen, stammt auch von Michl Papst. Der Axtstiel aus Leimholz ist sieben Meter lang, die Schneide aus Stahlblech wurde nach Entwürfen von Ehrenvorsitzendem Xaver Renn angefertigt. Rund 350 Kilogramm wiegt die Riesenaxt. Mit Traktor, Frontlader, Holzanhänger und der Muskelkraft vieler starker Trachtler wurde sie jetzt auf die Bühne im Festzelt geschafft.
Mit dem Transport ihrer Axt haben die Trachtler mittlerweile Übung. Für den Festabend im Januar wurde die Jubiläumsaxt schon einmal am Ortseingang abgebaut und auf der Bühne im Kurhaus aufgestellt.
Einer aus der großen Helfermannschaft von «Zeltkapo» Papst ist Jugendplattler Sebastian Keller, 15 Jahre alt. «Ich bin gern im Trachtenverein und ich helf auch gerne mit», sagt er. Schließlich habe er ja Sommerferien. In den vergangenen Tagen war er zusammen mit den anderen Trachtlern für die Holzverkleidungen an Bar und Bühne zuständig. Danach hat er geholfen, 350 Biertisch-Garnituren im Zelt und im Außenbereich aufzustellen. Auch die Trachtenfrauen kommen auf den Waldspielplatz und unterstützen die Männer mit Kaffee, Kuchen und Getränken. «Wir haben unseren eigenen Brotzeitdienst», meint Papst.
Es stecken viele harte und ehrenamtliche Arbeitsstunden in den Vorbereitungen für ein so großes Jubiläumsfest - Zeltaufbau, Technik und Elektrik, Ausschank, Bühne, Bar, Verpflegungsbereich und schließlich die Dekoration. Vor dem Fest sind die Helfer sechs Tage lang von morgens 8 Uhr bis abends 21 Uhr am Werk, nach dem Fest brauchts noch einmal bestimmt vier Tage für Aufräumen und Abbauen. «Da ist man gut müde am Abend», sagen die Arbeiter auf dem Waldfestplatz.
Immerhin sei der Wetterbericht fürs Wochenende ja ganz ordentlich, meint Michl Papst. Was besonders wichtig ist für den Festzug, zu dem 1800 Teilnehmer erwartet werden.
| 19.00 Uhr | Marsch ans Zelt mit der Gruppe "WAIDIGEL" anschließend BIERANSTICH durch Schirmherrn Edgar Rölz |
| 20.30 Uhr | Stimmungsabend mit der Gruppe "WAIDIGEL" |
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18 junge Ostallgäuer Musiker & Musikerinnen die für Stimmung, Spaß und Blasmusik stehen. Die Mischung machts - von Blasmusik über Big-Band- Sound bis zu Rock & Pop ist jede Musikrichtung vertreten. "EINFACH SPITZZZZ..." |
| 20.00 Uhr | FOLKLOREABEND der Holzar mit internationalen Gruppen - dazu Unterhaltung mit dem "CHAOS TRIO" aus dem Oberallgäu |
| 22.00 Uhr |
"POLKA PUNCE" |
| 6.00 Uhr |
WECKRUF mit der MUSIKKAPELLE FISCHEN |
| 9.00 Uhr | GOTTESDIENST im Kurpark |
| 10.30 Uhr |
FRÜHSCHOPPEN mit der MUSIKKAPELLE FISCHEN |
| 14.00 Uhr | GROSSER TRACHTENUMZUG anschließend Stimmung im Zelt mit der Musikkapelle Bihlerdorf-Ofterschwang |
| 19.00 Uhr |
FESTAUSKLANG mit den "OBERALLGÄU MUSIKANTEN" |





